Die Heilung meines Geburstraumas

Ich habe mir Eltern gewählt, die in jeder Weise das vollkommene Gegenteil von mir waren. Sehr lange verstand ich nicht, dass dies einen tiefen Sinn hat – wie alles im Leben. Ich nehme mein Leben auf einer metaphysischen Ebene war und bin ein hoch spirituelles Wesen. Passend dazu habe ich einen Vater angezogen, der das Wesen Materie ist, denn nur dieser konnte mich erden und manifest werden lassen. So erlebte ich allerdings, dass alles in dieser Welt entgegen meiner eigenen Bedürfnisse war und solange ich mich selbst nicht erkannte als das Gegenteil, kämpfte ich verzweifelt gegen diese Dunkelheit, Dichte, Schwere, Komplexität und Unbewusstheit an, in der alles Leben von mir zu erlöschen drohte.

Also begann ich schon als Fötus eine Festung zu errichten, die mich gegen all das schützen sollte, was mich drohte zu vernichten. Damit wollte ich meine Essenz bewahren. Weil es nie jemand gab, der mich sah, der mich erkannte oder verstand, fühlte ich mich von Geburt an sehr alleine. Als Kind dachte ich, wenn ich der Sonnenschein bin, der hier Liebe, Freude, Licht und Lebendigkeit hineinbringt, würde sich alles ändern. Ich musste mich nur genug anstrengen. Ich teilte meine heilige Essenz mit anderen und was ich zurück bekam war: Schatten. Dunkelheit. Dichte. Schwere. Extrem nieder schwingende Energien, die mich zunehmend überschatteten.

In meiner Familie wurde Leistung sehr hoch bewertet: Man musste sich Liebe verdienen. Nachdem ich physisch keine Kräfte hatte, nichts besonders gut konnte, strengte ich mich seelisch umso mehr an. Da war der Glaubenssatz: Wenn ich nur genug leiste für alle anderen, werden sie mich endlich sehen, mich verstehen, mich wertschätzen. Ich verstand sehr lange nicht, dass sie das gar nicht konnten. Dass ihre Sinne abgestumpft waren, sie selbst gar nicht anwesend waren und nur aus einem Programm heraus agieren konnten. Sie lagen in einem spirituellen Schlaf und deswegen konnten sie weder mich, noch meine Welt wahrnehmen. Weil der Schmerz so tief war, die Sehnsucht nach gesehen und verstanden werden so essentiell, konnte ich das rund 60 Jahre lange nicht vollständig verstehen. Er hat mein ganzes Leben dominiert, so dass es ein reines Überleben war und ich mich bis heute völlig alleine fühle, was sich jetzt auch so manifestiert hat in meinem Leben: Erst war es ein Gefühl inmitten von vielen Menschen, jetzt ist es mein Leben, in dem ich getrennt bin von allen. Nur ganz wenige bewusst ausgewählte Menschen, lasse ich noch in mein Leben, aber die meisten, mit denen ich mich verbunden fühle, wohnen weit weg von mir.  

Ich konnte nie ein Programm sein, konnte nie funktionieren und das ließ mich in der jetzt beendeten Ära in jeder Weise nicht dazugehören. Ich konnte aber lange auch nicht authentisch sein, weil meine Festung das verhinderte. Also lebte ich ein Leben mit sehr geringen Mitteln, wo ich lernte mit dem Minimum zu überleben. Ich lebte im Untergrund, wie getarnt. Nicht nur energetisch, auch finanziell.

Biographie wird zur Biologie – dein Körper wandelt die Energien, 

die als Fötus auf dich einwirkten in dein Leben.

ICH ERKENNE DIE WELT, DIE ZUM BAU MEINER FESTUNG FÜHRTE

Erst als ich begonnen habe mein Geburtstrauma zu heilen, löste sich schrittweise all das, was schon als Fötus auf mich einwirkte: Ich spürte die Archonten, die mich beherrschen und fremdbestimmen wollten, wie sie das mit meinen Eltern taten und weil diese keine Wahrnehmung dafür hatten, konnten sie mich nicht nur nicht schützen, sondern im Gegenteil wirkten in dieser Weise ebenfalls verstärkend auf mich ein: Sie wollten mich ausrichten auf eine rein materielle Welt. Das waren die ersten Steine der Festung, die mich von der Erdenquelle trennten. Ich wollte den heiligen Schatz meiner Essenz bewahren. Dann spürte ich die Energie der Freimaurer (damals hatte ich natürlich keine Worte für das, aber ich erinnere die Energie), die mir mein Strahlen, meine Größe, meine Führungskraft und mein geistiges Wissen rauben wollten, um mich beherrschen zu können. Die Mauern der Festung wurde stärker und trennte mich von der kosmischen Quelle. Es wurde dunkel in mir und in meiner Festung. Ich hatte noch ein Bewusstsein, meine Erinnerung und meine Sehnsucht, aber keine Möglichkeiten einzugreifen, mein Leben selbst zu gestalten. Eine tiefe Einsamkeit überfiel mich, schon vor der Geburt. Sie verschlimmerte sich, als ich erlebte, dass meine Eltern zwar alles taten, was ihnen möglich war, um mir ein gutes Leben gewährleisten, aber dass mich all das nicht nährte. Wir lebten auf einem alleine gelegenen Hof, was das Erlebnis der Einsamkeit verstärkte.

Als Kind tat ich alles dafür, um mit vielen anderen in Kontakt zu kommen. In der Pubertät wurde das immer schwerer, denn jetzt öffnete sich meine Weiblichkeit – was mich sehr anders machte, als alle um mich herum, denn in einer patriarchalen Welt, lebt kaum jemand seine Weiblichkeit. Wie es allen geht, die anders sind, die von der geltenden Norm abweichen, wurde ich massiv gemobbt in der Schule. Aus einem fröhlichen, extravertierten Kind wurde eine zutiefst gehemmte und verunsicherte Jugendliche, die sich immer mehr zurückzog in ihre eigene Welt. Erstmalig konnte ich mir auch eingestehen, dass all das, was alle anderen in meinem Alter taten, mich nicht interessierte. Ich war nur noch nicht stark genug, mich auch bewusst dagegen zu entscheiden. Ich wollte immer noch dazu gehören. Mit jedem Schmerz, den ich durch Beziehungen erfahren habe, mit jeder Enttäuschung und Verletzung wurde die Mauern meiner Festung immer dicker und dichter, bis ich schließlich gar nicht mehr da sein konnte. Ich hatte mich von mir selbst getrennt, mich selbst verraten, nur um dazu gehören zu können, was jedoch nie möglich war.

Ganz schlimm wurde es, als mein eigentliches Leben hätte beginnen können, mit dem erwachsen werden und ich überall in die falsche Richtung ging, wo der fatalistische Plan mein Leben übernahm: Mit der Berufswahl, die mir nicht entsprach – wozu ich aber auch keine Alternativen sah. Mit der Wahl meines Ehemanns, wo ich mich nicht in der Lage fühlte, nein zu sagen. Mit der Welt, in die er mich hineinführte und die seinem Traum entsprach, den ich unterstützen wollte, weil ich keinen Zugang zu eigenen Träumen hatte. Mit dem Zeitpunkt meiner Mutterschaft (viel zu früh), wo ich von einem so starken Kinderwunsch fremdbestimmt wurde, dass ich mich nicht widersetzen konnte. Mit der Art, wie wir unser nebeneinander her leben gestalteten, auf das ich keinen Einfluss hatte. Alles wurde anders, als ich es gewollte hätte, ohne das benennen zu können. Es fühlte sich einfach falsch an und mit ihm darüber zu reden war unmöglich. Irgendwann wurde mir klar, dass dies die Konsequenz von nicht getroffenen Entscheidungen meinerseits war, zu hohe Anpassung und Unterordnung (obwohl ich früher eher rebellisch war), die ich selbst nicht verstand. Ich fühlte mich machtlos und kraftlos. Dieses falsche Leben raubte mir alle Lebenskräfte. Heute weiß ich, dass dies das Werk meines fatalistischen (männlichen) Schöpfers war, der alle Lebenswege formt entgegen den Bedürfnissen der Seele. Weil er mich vorgeburtlich nicht beeinflussen konnte (hier war ich zu stark), machte er das jetzt.

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